Was ist ein Solarkühlwerk?

Im Unterschied zu durch Photovoltaikstrom betriebene konventionelle Klimaanlagen sind Solarkühlwerke eigene – Strom unabhängige – Systeme um Wasser oder Luft zu kühlen und zur Klimatisierung von Gebäuden zu nutzen. Ein Solarkühlwerk wird dabei mit einem Solarheizwerk kombiniert und basiert in Folge auf einem sog. Kaltwasser- oder Kaltluftverfahren.

Die Kaltwasserverfahren, auch geschlossene(s) System oder Sorption genannt, unterteilen sich in Adsorptions- und Absorptionskältemaschinen. Sorption bezeichnet dabei den Vorgang bei dem ein Stoff innerhalb einer Phase (Absorption) oder an der Grenzfläche zweier Phasen (Adsorption) angereichert wird. Bei beiden Verfahren wird Wasser in einem Vakuum verdampft wodurch sog. Verdunstungskälte entsteht. Das so gekühlte Wasser wird im Gebäude verteilt während der entstandene Wasserdampf bei der Absorptionsmaschine mittels Salz (Lithiumbromid) oder Ammoniak und bei der Adsorptionsmaschine mittels Silikagel gebunden wird. In einem zweiten Schritt wird das angereicherte Salz durch Solarwärme wieder ausgekocht bzw. das Silikagel mittels Solarwärme getrocknet und der erneut entstandene Wasserdampf kondensiert. Beides wird dem ersten Schritt (Verdampfungsprozess) wieder zugeführt.

Beim Kaltluftverfahren, auch offene(s) System oder Sorption genannt, wird frische Luft von Aussen in die Kühlmaschine gesaugt, durch solare Wärme getrocknet und in Folge mit Wasser besprüht. Dadurch kühlt sich die Luft ab und kann im Gebäude verteilt werden. Umgekehrt wird weiters auch die warme Raumluft in die Kältemaschine gesaugt und als Abluft nach Aussen geleitet.