Themensammlung für Artikel zu Photovoltaik in Unternehmen’

8

Apr
2016
Kommentare deaktiviert für Die Fragenkampagne der Energieblogger #Fragwürdig

Die Fragenkampagne der Energieblogger #Fragwürdig

eeg

Ich und somit auch der Dachgold Blog sind Teil des deutschen Netzwerkes “Energieblogger“. Da in Deutschland derzeit das neue EEG beschlossen wird und Österreich davon immer erst ein paar Jahre später betroffen ist, ist es wichtig, dass hier nicht wieder nur die alten Kräfte am Werk sind. Wir haben uns als Gruppe deshalb zusammengetan und beschlossen die wichtigsten Fragen rund um das Gesetz zu stellen die dann jeder Bürger und jede Bürgerin seinen unmittelbaren politischen Vertretern stellen sollte.

Zwei Fragen die ich in den Raum werfe:

Fragwürdig EEG

“Warum wird dezentraler Eigenstrom für KMU durch eine Umlage verteuert?”

Hintergrund der Frage: Kaum einer hat Zeit zu lesen, was auf den 250 Seiten im EEG-Referenten-Entwurf vom 29.2.2016 steht. Fakt ist aber, dass der so wichtige Eigenstrom in Unternehmen, die eine PV-Anlage installieren möchten zusätzlich mit einer Umlage verteuert wird. Ein weiteres Schmankerl, dass die Speicherung betrifft hab ich auf S. 61 des Referentenentwurf unter dem Punkt:

㤠61a Ausnahmen von der Pflicht zur Zahlung der EEG-Umlage

gefunden:

 Für Strom, der zum Zweck der Zwischenspeicherung an einen elektrischen, chemischen, mechanischen oder physikalischen Stromspeicher geliefert oder geleitet wird, entfällt die Pflicht zur Zahlung der EEG-Umlage, wenn für den gesamten Strom, der dem Speicher entnommen wird, die EEG-Umlage nach § 60 Absatz 1 oder § 61 Absatz 1 gezahlt wird.

Ist das nicht grotesk? Netterweise muss man die Energie, die in den Speicher geschickt wird, nicht mit der Umlage besteuern, aber sehr wohl jene die dann wieder rauskommt. Gütiger gehts wohl gar nicht. #ironieoff

In genau diesen Paragraph müsste dringend die Befreiung von der EEG-Umlage für industriellen Eigenverbrauch. DAS könnte dem Wirtschaftsstandort Deutschland extrem viel bringen und genauso müsste es auch in Österreich lauten.

Das wars auch schon mit der Frage: Mehr Fragen gibt es unter https://energieblogger.net/EEG2016.asp

Bitte verbreiten Sie diese Fragen in Ihrem Umfeld und fragen Sie auch Ihre Abgeordneten.

Weitere Links zur Aktion:

 

 

 

Weiterlesen

5

Feb
2014

Wo sind die Rebellen? Photovoltaikanlagen ohne Förderung gesucht

marshi / photocase.comHeute startet ein für mich sehr wichtiges Projekt für 2014. Gemeinsam mit dem Verein AEE Salzburg starte ich die Studie “Photovoltaik-Anlagen ohne Förderung errichten“, die jene Anlagen untersucht, die bereits jetzt ohne Förderung wirtschaftlich laufen. Ja – die gibt es tatsächlich, diese mutigen Menschen, die nicht auf die Politik warten, sondern ihr Energieschicksal selbst in die Hand nehmen. Laut PV-Austria wurden letztes Jahr 10 MWp ohne Förderung gebaut und die entsprechenden Zahlen aus Deutschland und der Schweiz sollen im Laufe der Studie ebenfalls ermittelt werden.

Entscheidungsgrundlage für Unternehmen

Mithilfe dieser Anlagen soll ein Leitfaden entstehen, der Endkunden, Unternehmenseigentümern, Energieberatern, Nachhaltigkeitskoordinatoren und kommunalen Energiereferenten dabei hilft zu entscheiden, ob eine Photovoltaik-Anlage auch ohne Förderung auf ihren Gebäuden errichtet werden kann. Es werdend die Gestehungskosten von jedem Projekt mit dem Dachgold Gestehungskostenrechner ermittelt und aufgezeigt wie diesen Prozess jeder selbst durchführen kann.

Bitte nicht falsch verstehen

Damit auch kein Missverständnis entsteht: Es soll nicht der Eindruck erweckt werden, dass wir sofort jegliche Förderung abschaffen könnten. Es soll nur darauf hingewiesen werden, dass in einigen Fällen Netzparität erreicht ist und den Entscheidungsträgen in den Unternehmen ein Leitfaden an die Hand gegeben werden kann, unter welchen Bedingungen PV-Anlagen eben ohne Förderung errichtet werden können. Kleine Photovoltaik-Anlagen und Anlagen mit einem geringen Eigenverbrauch werden auch weiterhin eine Förderung benötigen um wirtschaftlich betrieben werden zu können aber in ausgewählten Fällen, bei denen das Eigenverbrauchsprofil und die Stromkosten zusammenpassen, welche vor allem in Industrie und Gewerbe anzutreffen sind,  können Photovoltaik-Anlagen bereits ohne Förderung errichtet werden.

Studie soll diese Anlagen vor den Vorhang holen

Diese Anlagen sollen nun einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden indem sie in der Studie  “Photovoltaik-Anlagen ohne Förderung errichten“, vorgestellt werden. Die Studie erstreckt sich auf Österreich, Deutschland und der Schweiz und wird durch den gemeinnützigen Verein „Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie Salzburg“ und der Solarberatung „Dachgold e.U.“ erstellt.

Sie haben eine solche Anlage gebaut?

Um möglichst viele Beispiele aufzeigen zu können, werden nun länderübergreifend Anlagenbauer und Betreiber gesucht, die eine förderlose Anlage gebaut haben, oder derzeit betreiben. Betreffende Personen sind aufgerufen bis Ende Februar ein Email an office@aee-salzburg.at unter Angabe von Anlagengröße, Firmenanschrift, Kontaktperson mit Email zu senden. Die Studie wird im Mai 2014 veröffentlicht.

Hier die Detailinfo für alle Anlagenbauer in Österreich, Deutschland und der Schweiz!

Download (PDF, 244KB)

Ich freue mich jedenfalls riesig auf diese Studie, da sie genau das beinhalten wird, was ich in den letzten Jahren rauf und runtergebetet habe. Photovoltaik und Gewerbe sind ein wunderpaares Paar und wenn wir noch an ein paar kleinen Rädchen drehen, wird der prognostizierte PV-Boom 2.0 im deutschsprachigen Raum ausbrechen.

Auf dem Laufenden bleiben

Wenn Sie über die Entwicklungen zu dieser Studie am Laufenden bleiben wollen, bitte hier eintragen. Wir informieren Sie, sobald die Studie verfügbar ist. Dies wird vermutlich bis Mai 2014 der Fall sein.






Aktuelle Informationen zum Thema Photovoltaik ohne Förderung. 

Nachtrag: Der Leitfaden ist jetzt fertig. Hier gibt es weitere Informationen.


Foto: marshi / photocase.com

Weiterlesen

4

Dez
2011
Kommentare deaktiviert für Solaranlagen für Gewerbebetriebe

Solaranlagen für Gewerbebetriebe

Dachgold unterstützt Gewerbebetriebe bei der Umsetzung ihrer Solaranlagen. Sowohl Solarstrom (Photovoltaik) als auch Solarwärme (Solarthermie) werden im Unternehmen der Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Da beide Themengebiete sehr komplex sind, unterstützt Dachgold Unternehmen im Vorfeld der Entscheidung bei Fragen zu Wirtschaftlichkeit, aktuelle Preise, Förderungen, Planung und Umsetzung der Anlage. 

Img_1220

Foto: (c) Dachgold

Weiterlesen

5

Sep
2011

“Eine Photovoltaikanlage ist nicht visionär, sondern selbstverständlich” – Mein Besuch bei TELE Haase

Img_3699_web

Über einen Facebook-Post von Christoph Haase, den Geschäftsführer der TELE Haase Steuerungstechnik GmbH habe ich erstmals von der neuen 72 kWp Anlage Wiens gehört und war sofort begeistert. Endlich ein medienwirksames Wiener PV-Projekt das sich sehen und vor allem herzeigen lässt. Nachdem ich Christoph durch meine Tätigkeiten bei WeissSee schon länger kenne, war ein Besichtigungstermin schnell koordiniert.

Letzen Freitag war es dann so weit und ich war in diesem Vorzeigeunternehmen zu Gast. Die Eindrücke aus diesem Gespräch möchte ich hier schildern. 

Die Entscheidung zur Anlage

TELE Haase ist bekannt für “Pionierarbeit”, obwohl er selbst das alles als selbstverständlich sieht. Schließlich war Christoph Haase auch einer der ersten in Österreich, die sich einen Tesla Roadster angeschafft hatten. Nach dieser Investition war klar, dass neben dem Bezug von Ökostrom im Unternehmen, eine PV-Anlage der nächste logische Schritt sein musste. Vor allem, weil ja im Unternehmen selbst Überwachungskomponenten für PV-Anlagen entwickelt werden. Aber nicht nur dieser Aspekt hat den Ausschlag für die Entscheidung gegeben. Mein Lieblingszitate des Tages waren:

“Es macht einfach von hinten bis vorne Sinn!”

“Eine Photovoltaikanlage ist auch nichtmal visionär, es sollte selbstverständlich sein”. 

Seine Erklärungen sind die eines Unternehmers und nicht die eines Idealisten.

  • Es macht einfach Sinn die Spitzen im Sommer, die langfristig zu viel kostenintensiveren Investitionen geführt hätten, mit einer PV-Anlage zu glätten. 
  • Es macht auch Sinn, sich den Strompreis für einen gewissen Zeitraum und eine gewisse Menge einfach einzufrieren. 
  • Als Unternehmer ist es außerdem steuerrechtlich sinnvoll, eine Anlage zu bauen. Die Abschreibung verringert schließlich die Steuerlast.
  • Die Anlage erwirtschaftet über dies die Investitionskosten innerhalb von ca. 10 Jahren und produziert dann noch 10-20 Jahre gratis Strom. 
  • Nicht zuletzt ist es jetzt noch PR-wirksam, wobei man diese Summen nicht wirklich mit Zahlen hinterlegen kann. Sollte man aber vielleicht!

Das Battle um die größte Anlage hat begonnen

Laut Wien Energie handelt es sich bei dieser Anlage um die grösste Wiens. Ich bin mir sicher dass nun ein positiver Wettkampf um immer grössere Anlagen begonnen hat und das ist in jedem Fall begrüssenswert. Bin gespannt wo wir die erste 100 kWp Anlage sehen werden. Würde mich auch über Hinweise zu weiteren großen Anlagen in Wien freuen, leider gibt es dazu kein öffentliches Verzeichnis. 

Wiener Förderung sehr wichtig für Gewerbeprojekte

Wichtig für Projekte dieser Art, sind nach wie vor Incentives aus der Politik. Wie Josef Plank zu sagen pflegt: Keine Enkerl ohne Kinder! Die Wiener Förderung ist sehr attraktiv für Gewerbebetriebe (40% der Investitionskosten), weil sie österreichweit die Einzige ist, die de facto keine Größenbeschränkung auf 5kWp hat, wie in den anderen Bundesländern. Aus einem mir nicht bekannten Grund war Wien jedoch über viele Jahre hinweg das einzige Land, in dem die Förderung nicht ausgeschöpft wurde. Vermutlich waren in den vorangegangenen Jahre die Modulpreise einfach noch zu hoch, sodass selbst mit 40% ein Gewerbebetrieb die Investition nicht rechtfertigen konnte. Jetzt macht es jedoch Sinn und man kann nur hoffen, dass Wien diesen Kurs beibehält, auch wenn die Nachfrage nun steigt. 

Eckdaten

Der Vollständigkeit halber, hier auch noch die Eckdaten zur Anlage. 

  • Leistung: 72 kWp
  • Gesamtfläche: 2500 m2
  • Modulfläche: 500m2
  • Anzahl Module: 300
  • Produzierter Strom: ca. 70.000 kWh (deckt ca. 25% des Strombedarfs)

Ich freu mich, dass es nun endlich los geht in Wien. 

Weitere Infos hier.

Bild: (c) TELE Haase Steuergeräte GmbH

Weiterlesen