19

Sep
2013

Mit Ösi-Schmäh ins Kanzleramt – Mission #80tage accomplished

Heut war es so weit, kurz vor der Bundestagswahl gab’s eine große Energiewende Aktion vor dem Brandenburger-Tor und gleichzeitig die Abschlusskation unserer 80-Tage Aktion. Zur Erinnerung. Das Buch “Mein unmoralisches Angebot an die Kanzlerin” ist eigentlich ein “Brief” an die Kanzlerin in der eine konsequente Umsetzung von 100% erneuerbarer Energie von Matthias Willenbacher gefordert wird. Das unmoralische Angebot besteht darin, dass Matthias seine Unternehmensanteile an Deutschland verschenkt, wenn die Kanzlerin dieses Angebot annimmt!

Nachdem ich ohnehin die nächsten Tage in Deutschland bin, hab ich meinen Trip verlängert um einen “Abstecher” ins schöne Berlin zu machen und nun wirklich die Bücher im Kanzleramt abzugeben! Wie gesagt sind schon einige eingelangt, aber nachdem die Kanzlerin uns noch kein Bild geschickt hat, während sie den Brief liest, mussten wir selber nochmal hin. Gemeinsam mit Leuten von der 100% Stiftung, Interessierten und anderen Energiebloggern wie Andreas Kühl und Kilian Rüfer  trafen wir uns heute um 10 beim Brandenburger Tor für eine vorgelagerte Aktion, die die Wichtigkeit der Bürger-Energiewende von unten nochmal in den Mittelpunkt bringen sollte. Ich überraschend fit, obwohl ich Morgenmuffel um 4:50 Uhr aufstehen musste!

It takes two to tango! – Merkel und Peer vereint

Bevor es also zum Kanzleramt ging, wurde eines der “Wahlgeschenke” für Merkel und Steinbrück enthüllt! Genießt die Bilder von Jörg Farys hier aber besser selbst. Hier eine Vorgeschmack.

(c) Jörg Farys

(c) Jörg Farys

Wenn so viel Einigkeit auch nach der Wahl zum Thema Energiewende herrscht, wird die Geschichte wohl gut ausgehen!

 

Ösi-Schmäh überzeugt sogar muffige Berliner Polizisten

Nach der Aktion am Brandenburger Tor gings zum Kanzleramt wo wir all unsere 80-Tage Bücher abgeben wollten, damit Angie nun wirklich keine Ausrede mehr hat, das Buch zu lesen. Schon in der Nähe vom Kanzleramt werden wir jedoch von Polizisten schief angeschaut, da wir eine größere Gruppe mit einem riesigen Bild im Schlepptau waren. Das fällt anscheinend schon in die Kategorie “Ansammlung” und so wurden wir kurz vor dem Ziel ausgebremst. Keinen Meter weiter.

(c) Jörg Farys

(c) Jörg Farys

Nachdem ich aber nun für diesen Moment extra aus Wien angereist war, konnte ich mich nicht so einfach geschlagen geben. Nach harten Verhandlungen, durfte zumindest ich mit einem der Bücher und ca. 500 Postkarten an die Kanzlerin mit weiteren unmoralischen Angeboten vorrücken und in Polizeibegleitung bis zum Kanzleramt vorrücken. Als ich den Herren dann die Sache genauer erklären uns sie hören, dass ich aus Österreich bin ist das Eis schnell gebrochen. Sie informieren beim Pförtner die anderen Kollegen in Blau und bitten darum jemanden von der Poststelle kommen zu lassen. Natürlich nicht bevor die “Sendung” schön verpackt in einem Rotkäppchenkorb vom Bombenkommando untersucht wird. Richtig lustig wurde es mit den Polizisten als der Postbeamte in Sichtweite war.

Ich: “Das is jetzt sicher der Herr von der Post.”
Polizist: “Woher wissen Sie das?”
Ich: “Die sehen in Österreich auch so aus”.
Polizisten: “Lautes Gelächter” und ich konnte sie sogar noch überreden ein Foto von mir zu machen!

Ich weiß zwar nicht was daran sooo lustig war, aber es ist ja bekannt, dass die Deutschen den “Wiener-Schmäh” irgendwie charmant finden. Jedenfalls war der Postbeamte dann überaus freundlich und versprach mir sogar die Sendung auch wirklich an die Kanzlerin zu übergeben. Ich fänds ja super, wenn es zumindest in ihrem Kabinett oder wie auch immer das in Deutschland heißt, landet und sie vielleicht in die vielen netten Postkarten und natürlich das Buch hineinschaut.

Mission accomplished – Buch freigelassen

Und hier, das offizielle Bild vor dem Kanzleramt, wo ich mich ganz alleine durchschlagen musste.

Foto (1)

Das Buch ist nun also SEEEEHR öffentlichkeitswirksam übergeben worden und sie kann fast gar nicht mehr anders, als wirklich mal reinschauen und reagieren. Wie gesagt, über sie steht bis auf den Chicoree nix böses drin (heute gabs übrigens Merkel-Chicoree in der juwi-Mensa :-), sie braucht also keine Angst haben! Genial wäre, wenn sie ihre Rezension auch gleich auf Bookcrossing einträgt. Ihr Buch wurde natürlich auf mit dem Code wie alle anderen versehen und kann bis in alle Ewigkeit nachverfolgt werden. Ja, diese virtuelle “Wanze” haben sie mit ihrem Bombendetektor nicht gefunden  (Bevor jetzt das Bombenkomando nochmal ausrückt – keine Angst, es sind nur Nummern ;-).

 


  1. Einfach genial, tolle Aktion!

  2. Angie (nicht die Merkel) sagt:
    September 19, 2013 at 8:18 pm

    Gratuliere zur gelungenen Aktion, Conny! Das du bis zum Kanzleramt kommst überrascht mich ganz und gar nicht 🙂