17

Jan
2014

Es ist wieder so weit – Wie viel kosten Photovoltaikanlagen in Österreich?

Preisstudie-Kosten-Solaranlagen-Photovoltaik-ÖsterreichWährend in der österreichischen Photovoltaikszene derzeit alles über das Bürokratiechaos bei der Antragstellung spricht, ist es wieder an der Zeit zu erfragen, wie viel die Photovoltaikanlagen in Österreich derzeit eigentlich kosten? Laut ersten Schätzungen wurden letztes Jahr ja über 250 MWp verbaut. Das sind viele tausend Betreiber, die in diese Technologie investiert haben, die jetzt wieder mit folgender Frage konfrontiert werden sollen.

Wie viel kosteten Photovoltaikanlagen 2013?

Wie auch letztes Jahr erhebe ich in Kooperation mit Michael Ziegler, Inhaber des in Deutschland bekannten Marktforschungsunternehmen PhotovoltaikZentrum die Preise für Anlagen in Österreich. Ziel dieser Onlinebefragung ist es, die Preise für schlüsselfertig installierte Photovoltaikanlagen, die im Jahr 2013 in Betrieb genommen wurden oder dieses Jahr in Betrieb genommen werden, in Erfahrung zu bringen. Die Onlinebefragung wird über das Panel Photovoltaikumfrage® durchgeführt und richtet sich an alle Betreiber von Solarstromanlagen sowie an Anlagenerrichter (Solarteure/Installateure) aus Österreich.

Stolze neue Anlagenbesitzer gesucht

Wir suchen nun alle frischgebackenen Anlagenbesitzer, die stolz auf ihre Anlage sind und uns mit ihren Informationen helfen, die österreichischen Photovoltaikmarkt transparenter zu machen. Die Umfrage dauert nur wenige Minuten und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man als Anlagen Newbie auch alle Informationen meist noch im Kopf hat. Im Notfall muss man die Rechnung noch einmal herausholen.

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Ergebnisse der letzjährigen Umfrage erstaunlich

Die letztjährige Befragung fand unglaublich hohe Resonanz und es nahmen mehr als 500 Endkunden und Solarteure teil. Demnach betrug im Jahr 2012 der Durchschnittspreis einer schlüsselfertigen Solaranlage in Österreich 2.299,- Euro/kWp netto. Hingegen betrug der Preis für eine schlüsselfertige Solaranlage in Deutschland durchschnittlich nur 1.760 Euro/kWp netto. Da in Österreich nach wie vor keine Investitionssicherheit herrscht und der Bürokratieaufwand beträchtlich ist, wie auch das laufende Genehmigungsverfahren der OeMag zeigt, bedeutet dies eine Differenz von über 539 Euro/kWp netto zwischen den beiden Ländern. Auch in der Preisspanne spiegelt sich das Bild eines schwierigen Marktumfeldes dar. Manche Unternehmen müssen anscheinend eine hohe Risikoprämie verrechnen.  Die günstigsten Anlagen wurden um 1.450,-/kWp und die teuerste um 5.400,-/kWp netto verkauft. In der untenstehenden Grafik wird der Median der einzelnen Nennungen angezeigt. Über den Ausreisser bei den Anlagen zwischen 30 und 50 kWp kann ich selbst nur Mutmaßungen anstellen. Ein Grund könnten die erhöhten und in den Bundesländern unterschiedlichen Kosten für den Netzanschluss in diesem Bereich sein, oder auch die hohe Investitionsförderung in Wien, die in diesem Bereich vielleicht etwas höhere Preise ermöglicht hat. Wir werden sehen, wie sich dieser Bereich 2013 entwickelt hat. Wen die Details der Studie vom letzen Jahr interessiert, kann diese noch immer hier oder hier erwerben.

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Preis Photovoltaikanlagen Österreich

Grafik zeigt die Preisentwicklung bei Dachanlagen nach Anlagengröße ohne Solarteure im Median. Der
ungewöhnliche Ausschlag im Bereich „zwischen 31 und 50 kWp“ ist bisweilen nicht zu erklären.

 

Teilnehmer können eine Wochenende im Boutiquehotel Stadthalle gewinnen

Boutiquehotel StadthalleEs freut mich, dass sich auch das Boutiquehotel Stadthalle  sofort wieder als Kooperationspartner zur Verfügung gestellt hat. Unter allen Teilnehmern der Umfrage wird wieder ein Gutschein für ein Wochenende (SA/SO) verlost. Wer also schon immer in einem Hotel mit Passivhausstandarsd, Photovoltaik- und Solarthermieanlage und vielen anderen nachhaltigen Details übernachten wollte, gleich mitmachen. Voraussetzung ist natürlich, dass ihr eine neue PV-Anlage habt ;-).

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Ich bedanke mich schon jetzt bei allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen. Es dürfen sich auch gerne die Damen des Hauses zu dieser Aufgabe berufen fühlen. Letztes Jahr war der Frauenanteil noch seeehr gering.

 


  1. Sehr interessanter Artikel! Nur ein Fehler: Es wurden nicht 250 kW sondern 250 MW installiert.

  2. Cornelia Daniel-Gruber sagt:
    Januar 20, 2014 at 10:10 am

    Danke! Ist geändert. Nachdem wir in Österreich nur in so homöopathischen Mengen bauen, sind meine Finger es wohl nicht mehr gewohnt das M-Wort zu schreiben 😉

  3. Hallo, für mich etwas unverständlich, warum es Lücken zwischen den Anlagengrößen gibt?
    War etwas unschlüssig, was ich bei 15,3 kWp wählen sollte…