22

Aug
2012

Driving Home for PV

P213

Wie versprochen geht der Live-Ticker für die Anlage weiter. Ich sitze gerade im Zug ins Waldviertel um bei der Fertigstellung dabei zu sein und nutze die Zeit um heute etwas mehr über die Anlage und den Weg dorthin zu verraten.

Wer die älteren Posts mitgelesen hat, weiß dass wir den Prozess, der zu dieser Anlage geführt hat, im Dezember 2010 gestartet haben, da es Gerüchte gab, dass die Warteliste für Förderungen, die bis übers Jahr 2020 hinausging abgebaut werden könnte. Im März hatte sich dieser Verdacht bestätigt und im November 2011 waren wir glückliche Inhaber einer Förderzusage!

An dieser Stelle sei nochmal gesagt, dass es diese Warteliste nicht mehr gibt und derzeit so ziemlich alle Anlagen, die eingereicht werden, auch gebaut werden können. Dieses Gerücht hält sich hartnäckig. Fakt ist: Wer sich mindestens vier Monate vor dem Jahreswechsel um die Planung und Genehmigung kümmert, bekommt mit hoher Wahrscheinlichkeit einen geförderten Tarif.

So, nun zurück zur Anlage: Im Winter wollten wir natürlich nicht bauen und so begann im Frühjahr die Komponentensuche nachdem mein Bruder die PV-Planer Prüfung absolviert hatte. Da der Platz auf dem Dach sehr beschränkt war, wollten wir unbedingt Hochleistungsmodule und wenn möglich mit europäischer Herkunft. Nach einigem Suchen war Schott Solar der Gewinner und wir ließen uns vom regionalen Installationsbetrieb die 270-280 Wp Module anbieten. Der einzige Haken war, dass die Lieferung anscheinend nicht vorm Sommer möglich war. Da uns das egal war, warteten wir.

Die große Ernüchterung kam bei der Intersolar, als klar wurde, dass keines der gewünschten Module geliefert werden könnte. Es war für mich auch überraschend wie wenige Anbieter im Hochleistungsbereich liefern können. Andererseits ist es auch verständlich, das meist ohnehin genug Platz da ist und dann sind schwächere Module natürlich die klügere Variante.

Nachdem letztendlich nur mehr die Liefermöglichkeit ausschlaggebend war, wurde es doch ein bekannter chinesischer Hersteller. Unser Dach schmücken nun Yingli Panda 265er Module! Unsichtbar im inneren des Hauses versteckt sich ein SMA 8000 Wechselrichter. Dieses Modell war aber schon immer unser Favorit, da es zwar teurer ist, aber einige wichtige Anforderungen erfüllt. Fast hätte es auch da Lieferschwierigkeiten gegeben. Von Überkapazitäten im Markt hab ich persönlich jedenfalls nicht viel gemerkt.

Jetzt komme ich gleich an und hab die Zugfahrt trotz steckerlosem Wiesel Zug (Frechheit!) sinnvoll nutzen können 🙂

Das nächste Mal gibt’s ein paar Infos zur Wirtschaftlichkeit der Anlage.

Hier die alten Beiträge zur Anlage:
Mein Weg zur PV-Anlage – Der ersten Schritte am Weg zur eigenen Photovoltaikanlage

Die ominöse OeMag-Warteliste – Private Einblicke – Der alles entscheidende Bescheid indem nach langem Warten der Fördertarif bestätigt wurde.

Bautagebuch die Dritte – Angebote einholen un Bäume fällen – Die letzten Schritte vor dem Bau und warum ein kaputter Baum aus dem Garten statt aus unserem Wald uns im Winter gewärmt hat.

 


  1. Danke!Grüße nach Austria!